MoveBER startet: Projektpartner entwickeln innovative Mobilitätslösungen für den Flughafenstandort BER
Frankfurt am Main, 17.06.2026 – Mit dem Projekt MoveBER startet ein neues Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur nachhaltigen Gestaltung betrieblicher Mobilität am Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Unter der Konsortialführung der House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH entwickeln die Projektpartner Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) und Universität Stuttgart (Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement – IAT) ein integriertes Mobilitätskonzept für den Betriebsstandort Selchow.
Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert und durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) und die Bundesinitiative „mobil-gewinnt“ als Projektträger begleitet. Die Projektlaufzeit erstreckt sich von Mai 2026 bis Juni 2027.
Ziel von MoveBER ist es, die Erreichbarkeit des westlichen Flughafenstandorts nachhaltig, effizient und bedarfsgerecht zu verbessern. Hintergrund ist die Größe des Campus BER mit Arbeitsstätten in Selchow, die für Beschäftigte nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Im Fokus steht dabei insbesondere die Verbesserung der sogenannten „letzten Meile“ zwischen dem öffentlichen Verkehr und dem Arbeitsplatz.
Um hierfür tragfähige Lösungen zu entwickeln, arbeiten die Partner Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, HOLM GmbH und Universität Stuttgart im Projekt MoveBER eng zusammen. Die HOLM GmbH übernimmt dabei die Konsortialführung und koordiniert die Zusammenarbeit im Projekt. Gemeinsam werden innovative und nachhaltige Mobilitätslösungen für den Standort Selchow entwickelt, erprobt und hinsichtlich ihrer langfristigen Umsetzbarkeit bewertet.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Verknüpfung verschiedener nachhaltiger Mobilitätsangebote. Geplant ist unter anderem ein Shuttle-Verkehr zwischen dem Standort Selchow und der nächstgelegenen S-Bahnstation Waßmannsdorf. Ergänzend sollen On-Demand-Angebote eine bedarfsgerechte Anbindung ermöglichen. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Förderung aktiver Mobilität untersucht, darunter sichere Fahrradabstellanlagen sowie Bike- und Scooter-Sharing-Angebote.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt neben der pilothaften Erprobung neuer Mobilitätsformen auf tragfähigen Betriebsmodellen. Perspektivisch werden dabei auch emissionsfreie und automatisierte Shuttle-Lösungen betrachtet. Neben der technischen Machbarkeit steht insbesondere die Frage im Fokus, wie innovative Mobilitätsangebote langfristig wirtschaftlich betrieben und erfolgreich in bestehende Verkehrssysteme integriert werden können.
Die Entwicklung des Mobilitätskonzepts erfolgt unter enger Einbindung der Beschäftigten sowie weiterer regionaler Akteure. Durch Befragungen und Co-Creation-Formate werden Mobilitätsbedarfe, Nutzungsanforderungen und Akzeptanz systematisch erfasst. Ziel ist es, praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Verkehrsaufkommen und Emissionen reduzieren und gleichzeitig die Erreichbarkeit des Standorts verbessern.
Die Projektergebnisse sollen langfristig in den Regelbetrieb überführt werden und als Grundlage für weitere betriebliche Mobilitätskonzepte dienen. Neben konkreten Maßnahmen für den Standort Selchow entstehen Handlungsempfehlungen und Transferansätze für andere Gewerbe- und Flughafenstandorte. Darüber hinaus liefert das Projekt wissenschaftliche Erkenntnisse zur Planung, Bewertung und erfolgreichen Umsetzung nachhaltiger Mobilitätsangebote im betrieblichen Kontext.
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