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Jahreskonferenz "Ethik der Mobilität - wie viel Verkehr können wir noch verantworten?"

28.09.2020 - 17:00–21:00 Uhr
Adresse: HOLM, HOLM_maX
Veranstalter: Cluster Hessen Mobility, HOLM GmbH

Fliegen ist so beliebt wie nie zuvor in Deutschland: Knapp 227 Mio. Passagiere haben im vergangenen Jahr in einem Flugzeug Platz genommen, davon allein 70,5 Mio. Reisende am Frankfurter Flughafen. Seit 1990 hat sich die Zahl der Fluggäste an deutschen Airports verdreifacht.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes traten ein Jahr zuvor rund 122,6 Millionen Passagiere eine Flugreise von den 24 größten Verkehrsflughäfen in Deutschland an – ein neuer Höchstwert seit Beginn der Aufzeichnungen. Das waren 4,2 % mehr Passagiere als 2017. Pro Kalendertag starteten 2018 durchschnittlich knapp 336.000 Passagiere eine Flugreise. Das entspricht in etwa der Bevölkerung der Stadt Bielefeld.

Doch Fluglust steht Flugscham gegenüber: Für den einen gehört das Flugticket in den Urlaub zum Ferienalltag, für die anderen ist Fliegen in Zeiten eines rapide beschleunigten Klimawandels kaum zu verantworten. Die einen freuen sich über Ticketpreise, die gelegentlich niedriger sind als der Euro-Betrag, der für die klimaneutrale Kompensation dieses Fluges gezahlt werden kann. Die anderen fordern, Fliegen einzuschränken oder darauf gleich ganz zu verzichten.

Während die globalen CO2-Emissionen im Flugverkehr zwischen 1990 und 2010 um 25 % gestiegen sind, wuchsen die CO2-Emissionen im internationalen Flugverkehr im gleichen Zeitraum um 70 %. Die Zuwachsraten im Aviation-Sektor waren bis zu Beginn der Corona-Pandemie weit größer als in anderen Verkehrsbereichen. Fliegen ist nach Einschätzung des Umweltbundesamtes „die klimaschädlichste Art sich fortzubewegen“.

Was lässt sich angesichts dieser Entwicklungen und den aktuellen Meldungen zum Klimawandel verantworten und was nicht? Wer ist in der Pflicht? Welche Verantwortung tragen Airlines, Airports und Reisende, und wo liegt das Gleichgewicht zwischen ökonomischen und ökologischen Interessen und Anforderungen?

Das sind Fragen, die am Montag, 28. September 2020, 17 Uhr bis 20 Uhr, im House of Logistcis and Mobility (HOLM) in der Reihe „Ethik der Mobilität – wie viel Verkehr können wir noch verantworten?“ diskutiert werden.

Keynotes halten Prof. Dr. Claudia Hornberg, Vorsitzende des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU), und Stefan Gerwens, Leiter Verkehr beim ADAC.

Auf dem Podium sitzen Hannah Helmke, Gründerin und CEO von right.based on science, Luthien Leenders, Co-Präsidentin eidgenössische Jugendsession (Schweiz), Isabella Steger, Vorsitzende Bundesjugendvertretung (Österreich), Prof. Dr. Claudia Hornberg, Stefan Schulte (CEO Fraport) und Ralf Teckentrup (CEO Condor).

Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich. Die Diskussion ist eine Jahresveranstaltung des Clusters Hessen Mobility.

Der Veranstaltung wird vom RMV, dem ADAC und dem VfV unterstützt und findet in Kooperation mit unserem Medienpartner hr-info statt.

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