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Frankfurt am Main , den 10.11.2017

E-Bike-Sharing für Unternehmen

Sigo.Green bietet auch Lastenräder im Verleih an


Bei einem Start-up Pitch Mitte Oktober im House of Logistics and Mobility haben sich junge Unternehmen mit ihren Ideen und Konzepten dem Urteil einer Fachjury gestellt. Wir stellen die Start-ups und ihre Geschäftsideen in Kurz-Interviews vor. In diesem Beitrag präsentieren wir Sigo.Green. Auf unsere Fragen haben Hannah Jensen und Tobias Lochen (Bild) geantwortet.

 

Wie sind Sie denn auf die Idee für Ihr Startup gekommen?

Hannah Jensen: Ich bin gebürtige Siegerländerin, das ist eine sehr bergige Region, wo die meisten Menschen das eigene Auto gewohnt sind, da auch nur selten Busse fahren. Das heißt, die Mobilität war eben sehr eingeschränkt. Da bin ich auf die Idee gekommen, dass es da auch Alternativen geben muss. Und aufgrund der Berge sind wir dann eben auf E-Bike-Sharing gekommen, das heißt Tobias und ich sind damals witzigerweise unabhängig voneinander auf E-Bike-Sharing gekommen. Ich habe ihn kennengelernt, als ich meine Bachelor-Arbeit geschrieben habe. Und da haben wir gemerkt, dass wir dieselben Vorstellungen haben und haben beschlossen zusammenzuarbeiten.

Sie beide haben zunächst unabhängig voneinander den gleichen Weg eingeschlagen?

Tobias Lochen: Ja, ich bin ja gebürtiger Hamburger und bin dann nach Siegen gekommen für meinen Master-Abschluss. Da habe ich mich schon ein bisschen, ja, im Mobilitäts-Nirwana gefühlt, weil ich keinen Führerschein hatte.

Für Hamburger ist das Siegerland ja fast schon eine alpine Region …

… ja, so ein bisschen. Mit meinem Hollandrad konnte ich keine 16%-Steigung überwinden, die mich aber immer auf dem Weg zur Uni begrüßt hatte.  Dann habe ich mir überlegt, ob es da nicht eine Möglichkeit gibt, das irgendwie besser zu gestalten für die Menschen, die dort leben. Und dann bin ich auf die Idee gekommen und habe nach Partnern gesucht. Und es gibt da sehr viele Partner und die müssen jetzt nur angezapft werden.

Sie bieten also E-Bikes auf Basis eines Sharing-Systems an, was bedeutet, dass ich die Elektroräder nicht selbst kaufen muss, wenn ich sie nutzen will.

Genau. Wir hatten am Anfang den Fokus mehr auf normale E-Bikes gerichtet. Das machen wir jetzt aber überwiegend nur noch für Tourismus-Regionen oder für Unternehmen. Für Städte stehen für uns jetzt eher die E-Lastenräder im Fokus, weil das einfacher umzusetzen ist.

Hannah Jensen:  Mit den E-Lastenrädern kann man ganz einfach einkaufen, das heißt alltägliche Besorgungen und Wege werden mit dem E-Lastenrad viel einfacher. Das macht es so spannend und wir müssen zu Beginn nicht gleich ein großes Stationsnetz aufbauen.

Was ist denn bisher die größte Hürde gewesen, die Sie überwinden mussten mit Ihrem Projekt?

Tobias Lochen: Ich glaube, ein passendes Geschäftsmodell zu finden für den Start, also um die ersten Projekte umzusetzen. Das war oder ist eine Herausforderung. Da muss man sich ständig hinterfragen, ist das Konzept, was man jetzt gerade hat, das Beste für den Start. Und da sind wir jetzt Gott sei Dank sehr lernfähig und auch sehr offen für Feedback…

Hannah Jensen: … und aufgeschlossen…

Tobias Lochen: …ja, und aufgeschlossen. Wir haben jetzt ein Konzept entwickelt, bei dem wir wirklich überzeugt sind, dass wir damit den Start schaffen können. Das wird zu guten Ergebnissen führen.

Was war denn bisher für Sie die größte Überraschung, positiv wie negativ im Verlauf der Arbeit für Ihr Start-up?

Hannah Jensen: Für mich war die größte Überraschung, dass wir uns mit unserem ersten Konzept ein bisschen durchboxen mussten. Ein E-Bike-Angebot für bergige Städte ist doch so sinnvoll und so klar. Das muss doch einfach jeder gut finden, da müssen sich doch auch geeignete Partner finden lassen. Das war für mich sehr überraschend, dass da von der Nutzerseite sehr viel Bereitschaft da war, aber von potenziellen Partner eben nicht so.

Tobias Lochen: Was für mich am meisten überraschend ist, ist wie viele Firmen und Konzerne sich dem Thema E-Bike widmen, welche Power da reinkommt und was für gute Partner jetzt kommen, mit denen man super Dinge umsetzen kann. Ich glaube, das E-Bike hat wirklich das Potenzial, das Fahrrad nochmal komplett neu zu denken. Es überrascht mich immer wieder, was man mit diesen E-Bikes und mit diesen Sharing-Modellen alles machen kann. Wir kriegen immer mehr Anfragen, egal wo wir sind, irgendjemand hat immer eine Idee, was man machen kann.

Mit welchem Angebot oder mit welchem Service könnte man Ihrer Meinung nach die Start-up-Förderung verbessern oder optimieren?

Hannah Jensen:  Der einfache Zugang zu Unternehmen war relativ schwierig. Deshalb ist es wichtig, Zugang zu Netzwerken zu schaffen, so dass man auf Personen und Unternehmen zugehen kann in einer lockeren Atmosphäre.

Tobias Lochen: Ich finde diesen Erfahrungsaustausch extrem wichtig zwischen uns als jungen Unternehmen und den etablierten Unternehmen. Ich merke immer wieder, wie einem das enorm weiterhilft, wenn man einfach an der Erfahrung teilhaben kann, die ein anderer schon gemacht hat im Bereich Verkehr. Das hat uns am Anfang auch sehr gefehlt. Mittlerweile profitieren wir immer mehr davon, dass wir in Netzwerke reinkommen, wo wir unsere Konzepte schärfen und besser machen können.

Interview: Jürgen Schultheis

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de