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Frankfurt am Main / Fulda, den 24.01.2018

Projekte der Innovationsförderung (6): BARM-KIL: Best-Practice-Ansätze im Risikomanagement für kritische Infrastrukturen

Ein Projekt der Hochschule Fulda


Das Land Hessen und die HOLM GmbH unterstützen seit 2014 im Rahmen der hessischen Innovationsförderung innovative Projekte und Vorhaben im Bereich Logistik und Mobilität. Inzwischen sind zahlreiche Ideen aus Mitteln des Landes und unter der Projektträgerschaft der HOLM GmbH und der HA Hessen Agentur GmbH gefördert und viele Projekte abgeschlossen worden. In den nächsten Monaten werden wir in loser Folge die Projekte vorstellen.

Heute präsentieren wir das Projekt "BARM-KIL: Best-Practice-Ansätze im Risikomanagement für kritische Infrastrukturen“. Die logistische Infrastruktur ist für die Versorgung von Unternehmen und Endkunden elementar. Hinsichtlich der Kritikalität dieser logistischen Infrastrukturen angesichts möglicher terroristischer Angriffe oder extremer Wetterereignisse bestehen aber erhebliche Erkenntnisdefizite. BARM-KIL identifiziert deshalb Best-Practice-Ansätze für das Risikomanagement.

Unsere ergänzenden Fragen zum Projekt hat Prof. Dr. Michael Huth (Bild), Professor am Department of Business Logistics and Supply Chain Management für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensführung & Entrepreneurship an der Hochschule Fulda beantwortet. Link zum Projekt.

Wie ist die Idee für das Projekt entstanden?

Das ist einfach zu erklären: Wir hatten ja bereits in 2016 ein Projekt zum Risikomanagement logistischer Infrastrukturen, das durch den HOLM-Innovationsfonds gefördert wurde (Link zum Projekt). In diesem Projekt hatten wir einen Methodenkoffer für Risikomanagerinnen und -manager entwickelt. Nun aber wollten wir wissen: Wie gehen Unternehmen, die logistische Infrastrukturen betreiben oder nutzen, tatsächlich mit Risiken um? Wie identifizieren, wie analysieren und wie bewerten sie Risiken? Wie entwickeln sie Maßnahmen  und setzen sie um? Diese Fragen waren noch offen – und mit dem neuen Projekt BARM-KIL beabsichtigen wir, sie zu beantworten.

Welche Bedeutung hat bzw. hatte die HOLM-Innovationsförderung für das Projekt?

Auch hier eine sehr klare Antwort: Ohne die HOLM-Innovationsförderung würde es das Projekt nicht geben. Die Innovationsförderung hat uns die Chance gegeben, ein inhaltlich-anschließendes Folgeprojekt zu entwickeln und durchzuführen.

Welchen Nutzen für Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sehen Sie für Ihr Projekt?

Der unmittelbare Nutzen ist – wie auch im ersten Projekt – hoch. Denn: Wir alle merken, dass sich Risikosituationen verändern. Es gibt mehr Risiken – und zwar sowohl global als auch lokal. Und diese Risiken wirken auch auf die logistischen Infrastrukturen. Denken Sie beispielsweise an „Rastatt“. Rastatt hat uns allen verdeutlicht, dass logistische Infrastrukturen in der Tat kritisch sind – denn ansonsten steht die Versorgung still.

Was hat Sie am Projekt am meisten überrascht?

Aus vorherigen empirischen Untersuchungen zum Risikomanagement in der Logistik, die ich mit meinem Kollegen Prof. Dr. Dirk Lohre von der Hochschule Heilbronn durchgeführt hatte, wussten wir, dass Risikomanagement oftmals noch stiefmütterlich behandelt wird. Das ist kein Thema, bei dem Unternehmen Jubelschreie ausstoßen – auch wenn es allein aus unternehmerischer Perspektive unabdingbar sein müsste, Risikomanagement zu betreiben. Wir dachten aber dennoch, dass wir bei Infrastrukturbetreibern ein Risikomanagement finden würden, das einen deutlich höheren Reifegrad aufweist. Allerdings – weit gefehlt: Auch hier ist Risikomanagement oftmals nur eine Worthülse. Das überrascht – leider negativ.

Wo sehen Sie weiteren Forschungs-/Anwendungsbedarf und Einsatzbereich?

Es wird sicherlich immer Forschungsbedarf geben, denn es existieren noch viele offene Fragen. Aber: Viel wichtiger ist es, die Anwendung des Risikomanagements zu forcieren. Wie Sie aus meiner vorherigen Antwort erkennen konnten, besteht eine erhebliche Lücke zwischen dem Soll und dem Ist – und das, obwohl für die Versorgung von Unternehmen, aber auch der Bevölkerung die logistische Infrastruktur vorhanden und nutzbar sein muss. Die Risiken werden allerdings zu oft vernachlässigt. Artikel 3 des Rheinischen Grundgesetzes gilt anscheinend immer noch zu oft: „Et hätt noch emmer joot jejange.“ Das sollte aber nicht die Maxime für den Betrieb logistischer Infrastrukturen sein!

Mit welchen Partnern möchten/wollen Sie das Projekt fortführen und weiter entwickeln?

Insbesondere Ministerien auf Bundes- und Landesebene, aber auch nachgeordnete Behörden müssten ein großes Interesse daran haben, ein Risikomanagement für kritische logistische Infrastrukturen zu implementieren und effektiv zu betreiben. Dabei unterstützen und begleiten wir sehr gerne.

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de