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Frankfurt am Main , den 18.06.2018

Frankfurt wird zur Gigabit-Stadt ausgebaut

Hessischer Breitbandgipfel im House of Logistics and Mobility

 

Der Ausbau Frankfurts zur Gigabit-Stadt soll im Oktober beginnen und 90 Prozent aller Frankfurter Haushalte an Datenleitungen mit einer Kapazität von bis zu 1 000 Mbit/s anbinden. In Hessen soll der Ausbau mit Glasfaser bis 2030 abgeschlossen sein. „Eine leistungsfähige Dateninfrastruktur ist unerlässlich für die wirtschaftliche Entwicklung, moderne Mobilität und soziale Teilhabe“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Al-Wazir beim Breitbangipfel im HOLM.

Bereits heute verfügten 60 Prozent aller hessischen Haushalte über den langsameren Anschluss von 400 Mbit/s. Laut Al-Wazir verfügt Hessen damit über eine der besten Internetversorgungen in der Bundesrepublik. Diese gute Position im Bundesvergleich hängt jedoch nach Meinung von Experten mit dem schwachen Abschneiden der gesamten Republik zusammen.

Die aktuellen Bandbreiten reichen nach Einschätzung Al-Wazirs nicht für automatisiertes Fahren oder die Industrie 4.0 aus. „Wir müssen schon heute für die sogenannte Gigabit-Gesellschaft planen“, sagte Al-Wazir. Das Land wolle daher eine Gigabit-Allianz unter Einbindung der Telekommunikationsunternehmen gründen.

Rund 600 Glasfaserprojekte sind laut Al-Wazir in den vergangenen zwei Jahren eingeleitet worden, jede zweite der 2000 Schulen in Hessen sei entweder an das Glasfaserkabel angeschlossen oder es sei geplant, die Schule anzuschließen. Der Minister forderte weitere Förderprogramme für den Ausbau, vor allem auf Bundesebene, betonte aber, dass der Ausbau im wesentlichen marktgetrieben sein müsse.

Wie dringlich der Ausbau des schnellen Internet ist, skizzierte Martin Heindl vom Verband kommunaler Unternehmen mit den Worten: „Es geht um unsere Zukunft.“ Wer digitale Heimarbeit fördern wolle, brauche den flächendeckenden Ausbau der Breitbandangebote, mahnte Jürgen Grützner vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten. Auch Hessens Landkreise verfügen längst nicht alle über schnelles Internet, sagte Michael Koch, Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg, der beim Breitbandgipfel für fünf Kreise sprach. Es sei ja schön, Schülern in der Schule ein Tablet in die Hand zu drücken. Das nutze aber wenig, wenn die Lehrer dann sagten, nicht einmal online gehen zu können.

Das schnelle Internet müsse „zeitnah“ ausgebaut werden - „sonst stirbt was“ im ländlichen Raum. Die von ihm vertretenen Kreise verlegten derzeit selbst die notwendigen Glasfaserkabel, um wenigstens ein Megabit in der Sekunde zu ermöglichen und weiße Flecken auf der Breitband-Landkarte zu tilgen.

Es sei nicht rühmlich für Deutschland, dass ein relativ kleines Unternehmen wie Deutsche Glasfaser führend bei Fiber to the Home (FTTH) ist, sagte Deutsche-Glasfaser-Chef Uwe Nickl. "Wir sind der größte FTTH-Ausbauer in Deutschland, doch das ist nicht besonders rühmlich für Deutschland." Deutschland liege bei FTTH/B im internationalen Vergleich weit zurück.

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de