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Frankfurt am Main , den 28.02.2018

Mikrohub und Packstation mit Sharing-Station für E-Lastenräder kombinieren

Hannah Jensen (sigo) über die Möglichkeiten einer modernen Citylogistik


Das Konzept des Mikrodepots und Mikrohubs beruht nicht zuletzt darauf, für die Zustellung des Paketes oder des Päckchens auf der letzten Meile einen Cargo Cruiser, ein elektrisch unterstütztes Dreirad, oder ein klassisches Lastenrad zu nutzen. Mit dem Thema Lastenrad beschäftigt sich auch sigo, das eines von drei Start-ups ist, das im neuen Start-up-Zentrum des House of Logistics and Mobility in Frankfurt am Main tätig ist. "Wir bei sigo könnten uns zum Beispiel die Integration eines MikroHubs oder einer Packstation in eine Sharing Station für E-Lastenräder vorstellen", schreibt Hannah Jensen (Bild) in einem Gastbeitrag zum Schwerpunkt-Thema Citylogistk.

In den vergangenen 3 Jahren ist die Anzahl der Paketzustellungen jährlich um jeweils ca. 6% gestiegen. Und diverse Prognosen zeigen, dass dieses Wachstum anhalten soll. Dies führt zu großen Herausforderungen bei der Zustellung auf der letzten Meile. Viele Stimmen warnen aufgrund dieser Massen an Lieferungen bereits vor dem sogenannten ‘Paketkollaps’. Denn immer öfter werden auch alltägliche Dinge, wie beispielsweise Lebensmittel und Tierbedarf online nach Hause bestellt. Die Konsequenzen dieses Handelns bekommen wir langsam zu spüren: In den Innenstädten staut sich der Verkehr, viele Lieferfahrzeuge müssen aufgrund des Parkplatzmangels in zweiter Reihe parken, Gehwege bzw. Radwege sind mit Fahrzeugen blockiert und die Abgase stehen in der Luft. All diese Konsequenzen haben einen großen Einfluss auf die Lebensqualität innerhalb der Stadt und wirken sich negativ auf die Aufenthaltsqualität in der Stadt aus.

Doch wie könnten diese Herausforderungen gelöst werden? Ein potenzielle Lösung für die Lieferungen der letzten Meile könnten E-Lastenräder sein. Charakteristisch für das E-Lastenrad ist der Kasten vor dem Lenker, der somit viel Stauraum für Lieferungen bietet. Die Vorteile dieses Rades liegen auf der Hand: es wird weniger Fläche für Parkraum benötigt, es können Radwege genutzt und somit Stau vermieden werden und es bildet keine Abgase in der Stadt. Zudem wäre man somit auch die brummenden Lieferwagen vor dem Haus los, da das E-Lastenrad keinen Lärm verursacht. Mit dem Elektromotor sorgt man für die Fahrer gleichzeitig noch für den eingebauten Rückenwind. Dies scheint doch ideal, oder?

Jedoch könnte der Ersatz von Lieferwagen durch E-Lastenräder auch Probleme mit sich bringen. Denn womöglich könnte die Kapazität bei den E-Lastenrädern zu gering für einige Lieferungen sein. Das heißt ein Fahrer könnte insgesamt weniger Pakete pro Fahrt transportieren. MikroHubs könnten hier ein Ansatz sein, aber es müssen auch die notwendigen Flächen zur Verfügung stehen. Dies könnte in vielen Quartieren schwierig werden oder würden Sie Parkplätze streichen zugunsten von MikroHubs?

Positiv ist, dass sich die gesamte Mobilitätsbranche im Umbruch befindet und neue Geschäftsmodelle und Konzepte entstehen. Vielleicht wäre es ein Ansatz Mobilitätsangebote für den privaten Bereich mit einer gewerblichen Nutzung zu koppeln? Wir bei sigo könnten uns zum Beispiel die Integration eines MikroHubs oder einer Packstation in eine Sharing Station für E-Lastenräder vorstellen. Dies könnte ein Ansatz sein um den Flächenbedarf und die Installationskosten von MikroHubs zu reduzieren. Wir werden diesen Ansatz in den nächsten Monaten weiterentwickeln und wir würden uns freuen, wenn Sie sich mit Ihren Ideen und Vorstellungen beteiligen würden. Lassen Sie uns gemeinsam die Vernetzung von privater und gewerblicher Nutzung neu Denken.

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de