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Frankfurt am Main , den 21.02.2018

"Banken sind in Deutschland zu risikoavers"

Diskussion mit Start-ups im Haus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung


Im weltweiten Ranking der Gründer-Standorte ist Frankfurt mit Platz 50 inzwischen in die 2. Liga aufgestiegen. Während zur Jahrtausendwende  bestenfalls eine kleine Gründerszene aktiv war, leitete der Umschwung in den Jahren 2005 und 2006 den Aufstieg ein. Seit zwei Jahren geht es rasant bergauf. Dieses Szenario hat Andreas Lukic, Vorsitzender des Vorstandes der Business Angels FrankfurtRheinMain, Ende Januar entworfen.

Lukic diskutierte mit Matthias Kramer, Mitgründer des Lebensmittel-Start-ups Lizza, Lars Reiner, Gründer und CEO des Fintech-Unternehmens Ginmon in Frankfurt und Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, auf Einladung  des FAZ-Magazins Metropol – Wirtschaft in Rhein-Main und der Gründungsinitiative BEST EXCELLENCE über das Thema  „Viele Gründer, wenig Geld? Was fehlt Start-ups im Raum Frankfurt zum Wachstum im Vergleich zu anderen Gründermetropolen?“

Pro Kopf der Bevölkerung hat Frankfurt im Vergleich mit Berlin und Hamburg eine höhere Gründungsintensität, sagte Oliver Schwebel. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung geht davon aus, dass in diesem Jahr rund 10.000 Quadratmeter Co-Working-Flächen in Betrieb genommen werden. Etwa die Hälfte aller Gründungen entfallen laut Schwebel in Frankfurt auf die Finanzbranche.

Wo gegründet wird, ist nach Einschätzung von Business Angel Lukic nur relevant in der Gründungsphase. Vom Moment der Gründung an ist der Standort keine Frage mehr. „Wenn gegründet worden ist, bleibt man dort, wo man gegründet hat.“ Rankings der Standorte spielen dann auch keine Rolle mehr für Start-ups. Entscheidend seien Netzwerke und verfügbare Ressourcen.

Drei Faktoren sind nach Einschätzung der Diskussionsrunde für Start-ups wichtig: Die Menge der Start-ups an einem Standort, Ausbildungsstätten und Hochschulen und das Geld bzw die Investoren.  Was die Finanzierung der Start-ups in ihren verschiedenen Phasen angeht, sei man in FrankfurtRheinMain noch nicht da, wo man sein sollte. Banken, hieß es, seien in Deutschland noch zu risikoavers, ein ehemaliges Start-up wie Snapchat, das heute einen Marktwert zwischen 14 und 30 Milliarden US-Dollar hat, wäre in Deutschland niemals finanziert worden.

Womöglich helfen Investorenkonferenzen, um das Umfeld für Start-ups zu verbessern. Ein anderer Vorschlag lautet, einen Risikokapitalfonds in Frankfurt aufzulegen, um die Finanzierung für Gründer zu verbessern. Hilfreich wäre zudem, die Start-up-Szene auf der Ebene der Metropolregion zu betrachten und auf dieser Ebene einen Ansprechpartner zu benennen, der über die vielfältigen Angebote für Gründer informieren kann. Dass der Wegzug des Start-ups Lizza von Frankfurt nach Neu-Isenburg zuweilen als Verlust betrachtet wird, können viele nicht nachvollziehen.

Im weltweiten Start-up-Ranking liegen Standorte wie das Silicon Valley, London, Singapur, Tel Aviv und Berlin an der Spitze. In der zweiten Liga spielen Standorte wie München, Hamburg, Paris und Mailand eine Rolle.

Von den insgesamt 4,3 Milliarden Euro, die an Mitteln bundesweit für Start-ups bereitstehen, erhält Berlin mit drei Milliarden Euro den mit Abstand größten Batzen. Im bundesweiten Vergleich folgen die Länder Bayern (407 Mio Euro), Hamburg (230 Mio Euro) und Thüringen (118 Mio Euro). Nach Hessen fließen lediglich 83 Mio Euro.

Deutliche Unterschiede gibt es auch bei der Förderung von FinTechs: Berlin erhält rund 300 Mio Euro Förderung, für Hessen gibt es derzeit nur zehn Mio Euro Fördergeld.  

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de

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