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Frankfurt am Main, den 20.02.2019

Diskussion "Ethik der Mobilität" 2019

Dritte Debattenrunde im House of Logistics and Mobility am 3. April 2019, 18 Uhr


Fahrverbote, Dieselskandal, neue Grenzwerte und Klimawandel: Der Verkehrssektor sieht sich heute mehr denn je einer Reihe von Herausforderungen gegenüber. Die EU verschärft die Grenzwerte für Pkw, immer mehr Staaten geben Verkaufsverbote für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren bekannt, zugleich präsentiert der Weltklimarat in seinem Sondergutachten von Oktober 2018 besorgniserregende Zahlen. Hinzu kommt: Die Schäden, die als Folge von Extemwetterlagen weltweit entstehen, werden immer größer.

Vor diesem Hintergund stellen wir seit drei Jahren die Frage nach der Ethik der Mobilität und wollen wissen, wie viel Verkehr und welchen Verkehr wir vor diesem Hintergrund noch verantworten können.

In diesem Jahr diskutieren (v.l.):

  • Prof. Dr.-Ing. Lamia Messari-Becker, Universität Siegen, Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung,
  • Jesko Treiber, Vorsitzender Schülerrat Freiburg, Mitorganisator der Fridays for Future Demonstrationen
  • Felix Quartier, Mitorganisator der Fridays for Future Demonstrationen
  • Dirk Kannacher, Vorstand der GLS Bank
  • Prof. Dr. Michael Schreckenberg, Lehrstuhl für Physik von Transport und Verkehr, Universität Duisburg-Essen, und
  • Volker Angres, Leiter und Moderator von ZDF.Umwelt und Leiter und Presenter von planet e

Ethik der Mobilität – wie viel Verkehr können wir noch verantworten?

3. April, 18 Uhr

House of Logistics & Mobility
Frankfurt am Main, Bessie-Coleman-Str. 7

Moderation: Bibiana Barth (hr-info) und Jürgen Schultheis (HOLM GmbH). Die Diskussion ist öffentlich, die Teilnahme kostenfrei. Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt. Anmeldung unter diesem Link . Statements zur Diskussion finden Sie unter diesem Link http://bit.ly/ethmoUm . 

Prof Dr. Michael Bongardt, Prorektor für Studium, Lehre und Lehrerbildung an der Universität Siegen, Mitglied des Hans Jonas Instituts und einer der Hauptherausgeber der Kritischen Gesamtedition der Werke von Hans Jonas, hält den Impulsvortrag mit dem Titel „Sind wir für die Zukunft verantwortlich? Fragen von und an Hans Jonas“. Jonas´ Hauptwerk "Das Prinzip Verantwortung - Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation" hat die Grundlage für das Format "Ethik der Mobilität" geschaffen.

Zum Hintergrund: Arbeitsteilung, Güteraustausch und Mobilität bilden die Basis für moderne Ökonomien und Gesellschaften. Die Nutzung fossiler Brennstoffe mit Beginn der industriellen Revolution hat dafür die Grundlage geschaffen. Die Menschheit steht angesichts des Klimawandels als Folge der extensiven Nutzung von Kohle, Öl und Gas aber vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte.

Die anbrechende Epoche des Anthropozäns erfordert die weitgehende Dekarbonisierung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise. Das gilt im Besonderen für den Verkehrssektor, der bislang zu 95% auf die Nutzung fossilen Brennstoffes angewiesen ist und der einzige Sektor ist, der heute mehr CO2 ausstößt als 1990.


Der Verkehrssektor diskutiert bislang technische Fragen, die unmittelbar auf die kurzfristige Optimierung bestehender Systeme abzielt. Der soziale Aspekt, die Frage der individuellen wie der korporativen Verantwortung im Sinne einer modernen Ethik im Sinne von Hans Jonas´ „Das Prinzip Verantwortung“  werden bislang nicht diskutiert – obwohl die Gesellschaft zunehmend sensibel gerade auf Fragen des Klima-wandels und der Umweltbelastung reagiert.

Das Format „Ethik der Mobilität – wie viel Verkehr können wir noch verantworten?“ setzt mit dem bewusst provokanten Titel an diesem Punkt an, bringt Unternehmer, Wissenschaftler, Journalisten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft an einen Tisch und schafft Sichtbarkeit und Öffentlichkeit.

Die Diskussionsreihe hat das Ziel, dem mutmaßlichen oder tatsächlichen Zielkonflikt zwischen Ökonomie und Ökologie im Bereich Verkehr an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aufzuzeigen, zu offener und kontroverser Diskussion interdisziplinär und branchenübergreifend anzuregen, Bewusstsein für die Herausforderungen und Akzeptanz für die Transformation zu schaffen und gemeinsame Wege aufzuzeigen, wie Wirtschaft und Gesellschaft sich gerecht und umweltver-träglich im globalen Maßstab entwickeln können.

Die Veranstaltung "Ethik der Mobilität - wie vie Verkehr können wir noch verantworten?" ist ein Programmteil des Deutschen Mobilitätskongresses 2019, der am 26. und 27. November auf der Hypermotion in Frankfurt am Main ausgerichet wird.

Stimmen zu den zurückliegenden Veranstaltungen:

Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung des RMV: „Unter Feder-führung des HOLM beschäftigte sich eine hochkarätige Diskussionsrunde mit dem Thema „Ethik der Mobilität – Wie viel Verkehr können wir noch verant-worten?“ und gab damit dem Kongress einen besonderen Abschluss. Hier wurden (und werden in Zukunft) gesellschaftliche, gesellschaftspolitische, ja philosophische Fragestellungen behandelt. Dabei haben wir festgestellt, dass gerade durch das Special eine neue Zielgruppe für den Kongress erschlossen werden konnte.“

Stefan Majer, Stadtrat und ehem. Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt. „Das den Kongress fachlich beschließende Special unter dem Titel ,Ethik der Mobilität - Wie viel Verkehr können wir noch verantworten?' setzt einen wirklich bemerkenswerten Schlusspunkt weit abseits der gewohnten politischen oder technischen Kontexte von Mobilität.“

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de