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Frankfurt am Main , den 23.10.2017

Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz

11. Kaminabend im House of Logistics and Mobility in Kooperation mit TÜV Rheinland


Für Künstliche Intelligenz (KI) wird es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten geben, wenngleich es derzeit noch weiterer Forschungen bedarf im Blick auf ihren Einsatz. Zugleich können die Gefahren der ungesteuerten Arbeit an Künstlicher Intelligenz nicht abgestritten werden, weshalb Rahmenbedingungen und ethische Leitlinien wichtig sind. Der Gesetzgeber kann angesichts des Tempos in Entwicklung von KI aktuell aber nicht mithalten, Industrie und Anbieter müssen zugleich Verantwortung für KI übernehmen. Zu diesen Schlüssen sind Referenten des 11. HOLM-Kaminabends Anfang September gekommen, der in Kooperation mit dem TÜV Rheinland in den neuen Räumen des Prüfdienstleisters im House of Logistics and Mobility in Frankfurt am Main stattgefunden hat.

An der Diskussion nahmen Andreas Walbrodt, Director of Sales,TÜV Rheinland i-Sec GmbH, Dr. Pia Dreiseitel, Artificial Intelligence Center, Cross Divisional Systems & Technology der Continental AG und Prof. Dr. phil Dipl. theol. Gerd Doeben-Henisch, Emeritus des Fachbereichs Informatik & Ingenieurwissenchaften der Frankfurt University of Applied Sciences teil. Die Runde wurde von Jürgen Schultheis, Senior Manager der HOLM GmbH, moderiert.

Roboter, die Menschen beim Schachspiel besiegen oder Computer, mit denen wir uns unterhalten können – die Wissenschaft versucht seit vielen Jahren, den komplexen menschlichen Geist künstlich nachzubauen.  Die Künstliche Intelligenz soll die Intelligenz des Menschen mit Hilfe der Informatik nachbilden, so dass ein Roboter eigenständig Probleme lösen, lernen, entscheiden, handeln und mit anderen Robotern sowie Menschen interagieren kann.

Roboter könnten so aus ihren eigenen Fehlern und Erfolgen lernen. Auch Gesichtserkennung sowie das Erkennen von Gesichtsausdrücken, Gesten und Stimmlagen mit entsprechender Deutung von Emotionen sind immer weiter entwickelt. Künftig werden möglicherweise immer mehr Jobs von Künstlicher Intelligenz statt von Menschen ausgeführt.

Künstliche Intelligenz ist als Begriff vielfältig deutbar, weshalb es bislang keine allgemeinverbindliche Definition gibt. Um besser zu verstehen, was KI ist oder sein könnte, sollte mehr auf die Psychologie und deren theoretische Betrachtungen der Intelligenz zurückgegriffen werden. Dabei spielt der Begriff des Lernens eine entscheidende Rolle. Lernen heißt nach Auffassung der Diskussionsrunde, auch in unbekannten Situationen entscheiden und handeln zu können.

Continental etwa nutzt große Datenmengen zum Ableiten von Verhaltensweisen. Dieses so genannte Deep Learning ist Voraussetzung etwa für Autonomes Fahren, bei dem Software in Realzeit Entscheidungen in Konfliktsituationen treffen muss.

Deutlich wurde im Verlauf der Diskussion, wie unterschiedlich die Diskurse in Deutschland und in den USA geführt werden. Während der E-Mobilitätsvorreiter Tesla im Praxisbetrieb lernt, steht in Deutschland die Sicherheitsfrage stark im Vordergrund.

Wie groß die Herausforderung für den Einsatz von KI aktuell ist, zeigt das Beispiel eines kleinen Klebestreifens auf einem Verkehrsschild. Die Irritation führt dazu, dass das Schild vom Computer und Software nicht mehr erkannt wird.