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Frankfurt am Main , den 12.04.2017

Prof. Dr. Schmid: "Wir müssen in Richtung einer emissionsfreien Verkehrswirtschaft kommen"

26% aller Maßnahmen im Integrierten Klimaschutzplan Hessen sind dem Verkehrssektor gewidmet


Mehr emissionsarme Verkehrsmittel einsetzen, den ÖPNV ausbauen, den Rad- und Fußverkehr in den Städten fördern, das Car-Pooling unterstützen und die Angebote im ländlichen Raum vernetzen - mit diesen Zielen will Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Bild) den Verkehrssektor in Hessen ertüchtigen, um die Klimaneutralität des Bundeslandes bis 2050 zu erreichen. „Das Ziel der Landesregierung  ist ambitioniert, aber erreichbar“, sagte Hinz bei der Vorstellung des „Integrierten Klimaschutzplan“ des Landes Ende März im Haus am Dom in Frankfurt am Main. Bis 2050 soll etwa der gesamte Strombedarf in Hessen aus erneuerbaren Energie gespeist werden. Hessen ist laut Hinz das erste Bundesland, das einen Integrierten Klimaschutzplan vorlegt.

In den nächsten zwei Jahren wird das Land Hessen 140 Millionen Euro zusätzlich bereitstellen, um vorgeschlagene Maßnahmen umsetzen zu können. Davon fließen 100 Millionen Euro in die Finanzierung des Job-Tickets für Landesbedienstete, das zum 1. Januar 2018 verfügbar ist.

Bei den Maßnahmen im Bereich Klimaschutz entfallen 26% und damit der größte Anteil der Maßnahmen auf den Sektor Verkehr.  Das Umweltministerium zieht damit Konsequenzen aus der Erkenntnis, dass der Verkehr 36% Anteil am gesamten CO2-Ausstoß in Hessen hat. Weltweit liegt der Anteil bei 23%. Im Bereich Klimaanpassung entfallen 10% aller Maßnahmen auf den Verkehrssektor.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind nach Einschätzung von Prof. Dr. Thomas Schmid (Bild), Präsident des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), auch in Hessen längst spürbar. „Niedrigwasserstände des Rheins beobachten wir ja bereits, und diese Niedrigwasserstände werden in Zukunft zunehmen mit dem Effekt, dass der Güterverkehr auf dem Rhein eingeschränkt sein wird“, sagte Schmid dem HOLM. Der Präsident des HLNUG nennt zwei Gründe für diese Entwicklung:  Weniger Niederschläge im Sommer und das Abschmelzen der Gletscher in den Alpen, die den Rhein mit Wasser speisen. 

Der Klimawandel wird sich nach Angaben Schmids auf die gesamte Verkehrsinfrastruktur auswirken. „Das haben wir auch schon im Hitzesommer 2003 erlebt. Die Infrastrukturen sind nicht auf solche Hitzeperioden mit Höchsttemperaturen von mehr als 40° C ausgelegt.“

Prof Schmid: „Der Verkehr ist eine maßgebliche Quelle für CO2-Emissionen.“ Der Präsident der HLNUG spricht sich deshalb für emissionsfreie Mobilität aus. „Wir müssen in Richtung einer emissionsfreien Verkehrswirtschaft kommen.“

Schmid hält das Ziel eines emissionsfreien Verkehrs in Europa im Jahr 2050 für realistisch. „Das sind rund 30 Jahre, ja, das halte ich für möglich. Wir sind auf dem Weg, auch wenn die deutsche Automobilwirtschaft nicht immer an der Front der Entwicklung ist. Da gibt es andere Länder, die deutlich weiter sind. Aber wir sind auf dem Weg, und ich denke, das könnte klappen.“

Pressekontakt:


Jürgen Schultheis

House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH
Geschäftsbereich Netzwerk & Kollaboration
Bessie-Coleman Straße 7
Gateway Gardens
60549 Frankfurt am Main

Tel.: + 49 69 / 240070-556

E-Mail: juergen.schultheis@frankfurt-holm.de

Web: www.frankfurt-holm.de